Herbsttage

 
noch scheint das Land voll Saft und Grün - lädt ein zum wandern und besinnen
Sonnenblumen blüh'n nicht mehr - ein neuer Abschnitt muss beginnen
 
die Kälte, sie kommt immer näher - erfüllt mich keineswegs mit Wonne
ich lechze nach dem letzten Strahl - der herbstlichen Novembersonne

 

 
 

von fern grüsst schon der erste Schnee - verleiht dem Berg ein kaltes Kleid
so endet niemals dieser Reigen - des einen Freud, des andern Leid
 
was wird der Winter uns wohl bringen - an Schönem, Glück und Sorgen?
ich warte voller Zuversicht - auf den ersten Frühlingsmorgen!


 

 

 

Winterliches

 

es klirrt die Kälte unverdrossen
bis sie uns den Atem nimmt
der Schnee knirscht unter unsern Füssen
und der Badefan ergrimmt
 
Glücksgefühl für viele Sportler
sie können endlich wieder frönen
und ihren temporeichen Tag
mit einem Apres-Ski-Trank krönen
 
blauer Himmel, Schnee und Sonne
erfreuen doch so manches Herz
gefällt den Kleinen wie den Grossen
und nicht zuletzt auch dem Kommerz
 
den andern bleibt nur noch das frieren
oder brav zu Hause bleiben
sich zu trösten mit der Hoffnung
der Frühling mög’ den Frost vertreiben

 

 

 

 

Das Rad der Zeit

 
unglaublich, wie die Zeit vergeht
der Winter fängt an schwitzen
er schwingt noch einmal kurz sein Zepter
verliert die Kraft und lässt Frau Holle sitzen 

wer jetzt etwas um sich schaut
der wird sich sicher freuen
im Boden regen sich die Pflänzchen
der Bauer träumt vom heuen

auch wer heute traurig ist
der Tag scheint ohne Wonne
soll wissen, bald wird’s besser sein
und schon zeigt sich die Sonne

die Erfahrung lehrt uns stets
es kommt immer, wie es muss
wer's braucht, dem wünsch' ich viel Geduld
und schick' dazu noch einen Gruss
 
 

 

 

 

An den Lenz         
 

ein bisschen zaghaft, fast zu früh      
klopfst du im Tal an unsere Pforten
obwohl noch Schnee und Wintersport
herrschen an gar manchen Orten

du schickst bereits der Sonne Wärme
putzest weg das weisse Nass
lässt uns erahnen voller Freude
dass bald beginnt des Frühlings Spass

drum tu uns bitte den Gefallen
und zieh’ dich nicht zu lang zurück
bring’ uns dann gleich die Wiesenblumen
und Lebenslust  -  ein grosses Stück

 

FRÜHLINGSSTIMMEN

 

 

 

      

      
 
Juheee
er kommt

mit Riesenschritten

stürmt ohne anzuklopfen durch die Tür

so
als hätte er
einiges aufzuholen

hat er ja auch

schmelzt ohne Rücksicht
den Schnee von den Dächern

zaubert scheue Blüten
und allerhand Unrat
an den Strassenböschungen hervor
lässt Eisblöcke 
auf parkierte Autos donnern

und Katzen nach ersten Mäusen jagen
die sie uns als Liebesgaben ins Haus bringen

egal
Hauptsache
er kommt
 

 

 

 

                                                       

 

Kindergebet 1

 

 

 

 

 

Petrus sich ins Fäustchen lacht
was hat er denn sich wohl gedacht?
er lässt es wässern ohne Ende
wann kommt die lang ersehnte Wende?
 
die Pflänzlein schauen traurig drein
ihnen ist so kühl und nass
die Sara, Marco und Timea
finden daran keinen Spass

auch Fabienne und Raffaela
wünschen Sonne, und zwar bald
sie möchten wieder draussen wandern
und fröhlich sein in Feld und Wald
 
sie wollen auch ganz artig sein
nie mehr Kummer dir bereiten
und versprechen dir ganz ehrlich
nicht mit andern sich zu streiten

       
 

 

 

 

                             

 

 

         Kindergebet 2

           von Noah und Corina  

                                     

lieber Petrus, dir sei Dank - mein Gebet wurde erhört
Sonne hast du uns beschert - so wie's im Sommer sich gehört

so viel Spass beim baden, spielen - hatten wir so lang vermisst
nun aber wird es langsam Zeit - dass du uns nicht ganz vergisst

schau, wir schwitzen, tropfen, dürsten - genug von Hitze haben wir
es leiden Menschen, Tiere, Pflanzen - und schicken Hilferufe dir

ein paar Wolken, gross und ruhig - sollst du vor die Sonne legen
und dann, o Petrus, sei so lieb - stell an den Hahnen für den Regen

wenn’s geht, dann bitte nicht zu knapp - jedoch auch nicht übertreiben
dafür sagen wir herzlich danke - und wollen stets ganz artig bleiben

 

 

 

 

 



Gewitterzeit

was vorbei ist kommt nicht mehr - auch die schönsten Frühlingstage
sie müssen irgend wann vergeh'n - es kommt die neue Wetterlage  
und dies gleich mit voller Wucht - mit Stürmen, Blitz und Donner
und Hitze, bis die Köpfe glüh'n - all das gehört zum Sommer
 
doch jedes mal zieht Freude auf - wenn der See uns ladet
zum Ausflug, rudern oder segeln - und den, der gerne badet
so geht der Reigen fröhlich weiter - auf Regen folgt oft Sonnenschein
drum gib nie auf, wenn's dunkel ist - es wird bald wieder heller sein

 

 

 

 

Erinnerungen an den Sommer 2003

 

wenn jemand glaubt, das war kein Sommer – der schau doch noch einmal zurück
wer Wärme liebt, der soll nicht jammern - wann gab’s schon so viel Wetterglück?
das ganze Land bestand aus Festen – und Feiern, was das Zeug nur hält
wer fuhr noch in den warmen Süden - oder schlief in einem Zelt?

viel schöner war es doch im Bade – selbst wenn das Wasser nicht so frisch
besser noch, als zu verbrennen - zu kühlen sich so wie ein Fisch

ich hoffe, du hast’s auch genossen – das Kleiderproblem war ein Spiel
das war ein Sommer der Rekorde – der ganz bestimmt auch dir gefiel
 
für alle, die zu sehr gelitten – unter dieser Hitze Glut
die möchte ich ein bisschen trösten – die Winterzeit bringt kühleres Blut
erst naht der Herbst, auf leisen Sohlen – zaghaft, und ersehnt von vielen
um vielleicht, so wie der Sommer – mit uns Katz und Maus zu spielen

 

 

 

   Wir verurteilen aufs Heftigste die brutale, verwerfliche Abschlachtung unserer Artgenossen in China, zwecks Lieferung unserer Felle an die Mode-Industrie

Wir verlangen ein sofortiges Import-Verbot
für Katzen- und Hundefelle in
GANZ EUROPA!!

 

 


Fotos und Texte Urheberrechte ©mholdener

wenn dich diese Seite anspricht: Danke

nach oben